Sunday School

Sonntag, 30. September 2012

 

Heute Morgen gegen dreiviertel 6 geweckt werde, dann frühstücken, eine schöne heiße Tasse Rotbuschtee trinken -> das Nationalgetränk, weil Rotbusch hier angebaut wird. Dann fertig machen und warten. Eigentlich hieß es, dass wir um halb 7 aus dem Haus wollten, aber weit gefehlt in Südafrika, da verlässt man dann auch mal erst um halb 8 das Haus und läuft vor zur Straße um auf ein Minitaxi zu warten. Wenigstens mussten wir, also meine Gastmutter, ich und mein kleiner Bruder, Baphiwe, da nicht so lange warten. Aber mit uns war es dann auch voll und somit war es eine schön kuschlige Fahrt in die Stadt. Da dann raus und warten. Was auch sonst.

 

Da standen wir dann, irgendwann sind wir zu so einer Frau, sie mit ihren drei kleinen Kindern dastand und die haben sich dann unterhalten und wir haben zusammen gewartet. Auf einen Bus, hieß es. Es kamen dann auch irgendwann noch mehr Leute und vor allem Kinder. Und irgendwann kam dann sogar der Bus, der noch viele weitere Kinder und ein paar Erwachsene dabei hatte, da sind dann alle eingestiegen, nur meine Gastmum und ich nicht, wir sind in ein Auto, das hinter dem Bus hergefahren ist, da saß dann noch eine weitere Pfarrerin drinnen.

 

Und dann ging es los, aus der Stadt raus und ich hab ganz viel gesehen, so Vegetation und so, und das waren oft echt voll gute Fotomotive, aber aus dem Auto kann man nicht so gut fotografieren. Nach einer dreiviertel Stunde sind wir dann in Mpumalungu angekommen, da war ein großer Saal und viele Kinder mit Begleitpersonen außen rum. Es war ein Sunday-School-Treffen von ganz vielen Gemeinden aus der Umgebung. Und natürlich, nach dem ich viele Hände geschüttelt habe und von vielen Kindern angestarrt wurde, wurde wieder gewartet. Der Bus mit den Kindern der Pietermaritzburg South Parish, war viel langsamer als wir mit dem Auto. Als er dann kam, und die Kinder alle ausgestiegen sind,  wollte der Strom der Insassen gar nicht mehr aufhören. Ich hab keine Ahnung, wie so viele Kinder sich in eine Bus quetschen konnten, aber irgendwie scheint es ja geklappt zu haben.

 

Im Saal dann war Mrs. Mahaye (Gastmum) verschwunden und so stand ich ein bisschen blöd rum und hatte keine Ahnung, was ich machen soll. Ein Typ hat mich dann irgendwann angesprochen, es war der Sohn vom Dean aus Pietermaritzburg. Aber dann stand ich auch wieder doof rum. Nach viel warte und rumstehen kam sie dann und wir haben uns irgendwo hingesetzt. Und dann ist sie mit der anderen Pfarrerin und ein paar älteren Kindern auf die Bühne und die haben dann von da oben den Gottesdienst geleitet mit viel Bibellesen und Gesinge. Und irgendwann bin ich dann auch mit hoch auf die Bühne und hab mich da hin gesetzt, ach, das war immer ganz komisch, weil ich einfach keine Ahnung hatte, was ich machen soll und so.

 

Irgendwann gab es was zum Essen. Und irgendwann kamen auch zwei ältere Herren, die beide Deutsche waren und die von einer Partnerschaft mit südafrikanischen Gemeinden irgendwie so Sprecher waren und irgendwann sind wir dann auch raus und da hat dann der eine ein bisschen was erzählt so von den Anfängen der Partnerschaft und bla und so. Ach ja, davor, da haben dann noch verschiedene Gruppen von Kindern gesungen oder getanzt. Und ich hab ein paar Bilder gemacht, weil ich meine Kamera dabei hatte.

 

Und dann irgendwann sind wir wieder zum Bus, das war so um halb 4, bis dann alle Kinder und Begleitpersonen im Bus waren und wir losfahren konnten, musste natürlich auch erst mal wieder gewartet werden… Der Bus war furchtbar laut und warm und ich hatte einen Stehplatz, da konnte ich mich eigentlich ganz gut an den Sitzen anlehnen, aber hinter mir war so ein kleiner Junge, der hat mich dann immer weiter vor gedrängt und dann stand ich irgendwann so, dass ich mich nicht mehr anlehnen konnte. Und die Fahrt war über eine Stunde, aber irgendwie kam es mir gar nicht so lang vor, vielleicht gewöhne ich mich langsam schon daran, dass immer alles lange dauert… Und außerdem hab ich wieder viel nach außen geguckt und so viel gesehen.

 

Ich war trotzdem froh, als wir endlich ausgestiegen sind und zum Haus gelaufen sind und ich endlich in meinem Zimmer war. Klar, habe ich heute viel erlebt und gesehen und alles, aber es war anstrengend und streckenweise einfach langweilig. Naja, kann ja nicht immer alles toll sein :).

Ich saß grade in meinem Zimmer und dann kam der größere Gastbruder rein und so und hat mich gefragt wie mein Tag war und ich hab dann höflicherweise auch nachgefragt, wie sein Tag war und der war dann nicht so toll, weil er Stress mit seiner Mutter hatte, wegen dem Kühlschrank, den sie abgesperrt hat, bevor wir gegangen sind, der aber dann anscheinend doch offen war, und dann hat er Ärger bekommen, dass er ihn auf gemacht hat und so. Und außerdem war gestern sein Geburtstag, aber da war gar nichts, also weder ein nettes Wort, oder eine Aufmerksamkeit, geschweige denn Geschenke…

Ich hab keine Ahnung, was da schief läuft und irgendwie will ich mich da auch nicht einmischen, aber komisch ist es trotzdem…

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